Diese Fortbildung vermittelt ein vertieftes Verständnis der neurologischen Bedeutung von Vitamin B12 und beleuchtet die komplexen biochemischen, neurophysiologischen und klinischen Zusammenhänge eines Mangels.
Behandelt werden unter anderem:
· Biochemische Grundlagen und aktive Formen des Vitamin B12 (Methylcobalamin, Adenosylcobalamin)
· Bedeutung für Myelinsynthese, neuronale Signalübertragung und Energiestoffwechsel
· Rolle im Homocystein- und Methylierungsstoffwechsel
· Pathophysiologie neurologischer Störungen bei B12-Mangel
· Symptome im peripheren und zentralen Nervensystem
· Zusammenhang mit kognitiven Einschränkungen, affektiven Störungen und psychiatrischen Veränderungen
· Ursachen, Resorptionsstörungen und häufige Vitamin-B12-Räuber
· Differenzierte Labordiagnostik inklusive Holotranscobalamin, Homocystein und Methylmalonsäure
Die Teilnehmenden erwerben:
· ein fundiertes Verständnis der neurologischen Wirkmechanismen von Vitamin B12
· Kenntnisse über typische klinische Manifestationen eines Mangels
· Differenzierte Einordnung von neurologischen und psychischen Symptomen im Kontext möglicher Mikronährstoffdefizite
· Sicherheit in der Interpretation relevanter Laborparameter
· praxisnahe Ansätze zur therapeutischen Begleitung im Rahmen des jeweiligen Berufsbildes
Nach Abschluss der Fortbildung sind die Teilnehmenden in der Lage,
· die zentrale Rolle von Vitamin B12 für das Nervensystem wissenschaftlich fundiert zu erklären
· neurologische und psychische Symptome im Zusammenhang mit einem möglichen B12-Mangel zu erkennen
· diagnostische Schritte sinnvoll einzuordnen und Laborwerte differenziert zu bewerten